Schutzpolizei

Aus dem täglichen Polizeidienst

Die Schutzpolizei ist die nach außen hin bekannteste Säule der Polizei: die uniformierte. Wenn du an Polizei denkst, denkst du an den Streifendienst. Die Beamten in den FuStKW (Streifenwagen), die Notrufe abarbeiten und Streife fahren. In manchen Bundesländern wird der Streifendienst auch Wach- und Wechseldienst oder Einsatzdienst genannt. Nahezu jeder Beamte muss irgendwann eine gewisse Zeit im Streifendienst tätig sein. Als Streifendienstbeamter bist du immer als Erster am Einsatzort, sei es beim einfachen VU (Verkehrsunfall), beim Nachbarschaftsstreit, beim Suizid oder beim Tötungsdelikt. Du fährst überall den ersten Angriff und erlebst alles, was das Leben zu bieten hat. Die volle polizeiliche Bandbreite der Einsätze erfährst du hier. Du wirst Lachen, Weinen, Angst haben und den ein oder anderen Adrenalinkick verspüren, beispielsweise wenn du mit Blaulicht auf der Anfahrt zu einer aktuellen Körperverletzung (im Volksmund “Schlägerei”) bist, du dir deine Einsatzhandschuhe anziehst und dich mental auf den Einsatz vorbereitest.

Schichtplan

Der Schichtdienst gehört zur Schutzpolizei dazu. In den meisten Fällen bist du Teil einer Dienstgruppe, mit der du immer gemeinsam Dienst versiehst. Früh-, Spät- und Nachtdienste wirst du machen müssen, nach einem Dienstplan, der sich nach einer gewissen Zeit (von 3 Tagen bis 6 Wochen) wiederholt. So weißt du schon heute, wie du in 2 Jahren arbeiten musst. Das Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen gehört genauso dazu, wie freie Montage und Dienstage (das sogenannte Schutzmanns-Wochenende).  Der Dienstplan unterscheidet sich je nach Behörde und Einsatzeinheit drastisch!

Schichtplan
Beispiel eines Schichtplanes

Der Schichtdienst kann für das Sozialleben durchaus belastend sein, darüber muss man sich im Klaren sein und eine realistische Einstellung haben! Dies wird auch von den meisten Prüfern im persönlichen Interview erfragt. Wie du hierauf am besten antwortest erfährst du in unserem Übungsteil zu den persönlichen Interviews, nach Bundesländern sortiert. Klicke einfach auf dein Bundesland und wähle den Punkt Interview aus.

Polizei
flickr.com/libertinus / CC 2.0 BY-SA

Du bist Teil eines Teams

Grundsätzlich bist du zu zweit mit einem weiteren Kollegen unterwegs. Da viele Einsatzanlässe nicht mit zwei Beamten zu bewältigen sind, ist es Gang und Gebe, dass sich die Streifenwagen gegenseitig unterstützen. Manchmal, vor allem auf dem Land, klappt das nicht immer sofort. Da kann es schon mal sein, dass man die KV mit mehreren Beteiligten alleine fahren muss. Gewalt gehört fast zum Alltag. Wie man mit der Gewalt umgeht und dazu steht wird ebenfalls oft im Interview abgefragt. Aber keine Sorge, auch hierzu haben wir dir gute Antwortmöglichkeiten vorbereitet.

Hier findest du ein paar Geschichten aus dem Dienstalltag der Schutzpolizei, von echten Kollegen erzählt.

Bei der Schutzpolizei wirst du während deiner Ausbildung/deines Studiums mehrere Wochen im Praktikum verbringen, Einblicke in die Grundlagen der Polizeiarbeit erlangen und zahlreiche Erfahrungen sammeln. Dabei steht dir ein Praktikumsanleiter / Tutor mit Rat und Tat zur Seite. Er betreut dich während des Praktikums und führt dich Schritt für Schritt an die alltäglichen Einsatzanlässe und die Berichterstattung heran.

Nach Abschluss der Ausbildung / Studium versiehst du häufig deinen Dienst bei der Schutzpolizei (oder Bereitschaftspolizei).

Berichterstattung

Berichterstattung

Einsätze annehmen, Streife fahren, Verbrecher festnehmen. So stellt man sich den Alltag eines Streifenpolizisten vor. Doch das entspricht nur zur Hälfte der Wahrheit. Die andere Hälfte besteht aus Berichterstattung. Im Ernst, ungefähr die Hälfte der Dienstzeit wird mit Berichten verbracht, manchmal mehr, manchmal weniger. Dass nach einer Festnahme Einiges an Berichtslage zu schreiben ist, ist dabei den wenigsten Berufsinteressenten bewusst. Jedoch sollte man sich dessen unbedingt bewusst sein und nicht blauäugig an die Sache rangehen. Zumal auch das ein Aspekt ist, der beim Einstellungsgespräch genau hinterfragt wird (hat alles mit der Erwartungshaltung und der Berufsvorstellung zu tun).

Verwendungsmöglichkeiten

Bei der Schutzpolizei hast du, unabhängig ob im mittleren oder gehobenen Dienst, verschiedenste Verwendungsmöglichkeiten. Um nur einige aufzuzählen:

  • Streifendienst / Einsatzdienst / Wach- und Wechseldienst
  • Bereitschaftspolizei / Einsatzhundertschaft
  • Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE)
  • SEK / MEK
  • Technische Einsatzeinheit (TEE)
  • Diensthundeführer (DHF)
  • Reiterstaffel
  • Hubschrauberpilot
  • uvm..

Der Wechsel zwischen den einzelnen Verwendungen ist immer möglich! Ein Wechsel zur Kriminalpolizei ist für Beamte des gehobenen Dienstes auch möglich. (Achtung: manche Bundesländer stellen allerdings separat für Kriminal- bzw. Schutzpolizei ein!)

Einstellungstest

Hast du vor, dich bei der Polizei zu bewerben und möchtest wissen, was im Einstellungstest drankommt? Schau mal in unserer Übersicht nach: zu jedem Bundesland haben wir alle Infos zu Einstellungstest und wie das Bewerbungsverfahren abläuft zusammengefasst. Im Trainingsbereich kannst du alle Tests problemlos üben. So klappt das mit dem Einstellungstest! ?

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